Ergebnis der Vergabe

Deutschland – Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung – "Schulstraßen: Umsetzung und Evaluation"

364.992 € Geschätzter Wert
364.992 € Zuschlagswert
9 Bieter
1 Los

Beschreibung

Die Einrichtung von Schulstraßen wird in vielen europäischen Großstädten bereits seit längerer Zeit praktiziert. In Deutschland wurden bis Ende letzten Jahres laut Verkehrsclub Deutschland 10 Schulstraßen eingerichtet. Die Planung weiterer Schulstraßen wird in verschiedenen Bundesländern vorangebracht. Ziel der zeitlich beschränkten (i. d. R. rund um die Bring- und Abholzeiten) Sperrung einer Straße für den motorisierten Verkehr im Bereich von Schulen ist es, den Schulweg sicherer zu machen und das Mobilitätsverhalten auf dem Schulweg zu verändern. Schulstraßen haben das Ziel, den Autoverkehr im Bereich von Schulen zu vermeiden und so u.a. „Elterntaxis“ zu reduzieren. So soll der Schulweg zu Fuß oder mit dem Rad sicherer und attraktiver gemacht und die Aktive Mobilität von Kindern und Jugendlichen gefördert werden. Bei der Einrichtung von Schulstraßen sind sowohl rechtliche, verkehrs- und sicherheitsbezogene als auch soziale Aspekte zu berücksichtigen. Bislang liegt weder eine Übersicht im Sinne eines „best practice“ zu den vorgenannten Punkten vor, noch existiert ein Evaluationstool, mit dem die Effekte von Schulstraßen gemessen werden können. Im vorliegenden Projekt soll die Einrichtung von Schulstraßen mit temporären Beschränkungen für den Kfz-Verkehr sowohl prozess- als auch ergebnisorientiert evaluiert werden. Dabei sollen zunächst Effekte der Schulstraßen auf die Verkehrssicherheit und das Mobilitätsverhalten rund um die jeweilige Schule erfasst und analysiert werden. Die unterschiedlichen Möglichkeiten zu den Umsetzungen von Schulstraßen sollen untersucht und gegenübergestellt werden. Auf Basis der Ergebnisse soll eine „best practice“-Sammlung zur Umsetzung von Schulstraßen erarbeitet werden. Im Sinne einer bundesweiten Übertragbarkeit soll ein Evaluationskonzept erarbeitet und erprobt werden, welches sich mit Hilfe eines zu entwickelnden Evaluations-Tools (Methodenbaukasten) auf weitere Schulstraßen anwenden lässt. Das Evaluationskonzept soll neben objektiv messbaren Daten wie Verkehrszählungen ebenfalls die begleitenden Maßnahmen wie Informationsveranstaltungen erfassen. Hierzu sollen entsprechende Befragungen der unterschiedlichen Akteursgruppen durchgeführt werden (Lehrkräfte, Eltern, Schulleitungen, Polizei etc.). Die Projektergebnisse sollen so einen Beitrag dazu leisten, die Einrichtung von Schulstraßen zu erleichtern, indem eine Übersicht zu den Effekten von Schulstraßen entsteht und sich auf Basis der „best practice“-Sammlung Empfehlungen für eine Umsetzung vor Ort ableiten lassen und weiteren Kommunen als Hilfestellung für die Umsetzung eigener Schulstraßen dienen. Den am Pilotprojekt beteiligten Kommunen wird ein Fact-Sheet mit den wichtigsten Ergebnissen zu den jeweiligen Standorten der Schulstraßen zur Verfügung gestellt. Das erarbeitete Evaluationskonzept soll dabei an bis zu sechs Schulstraßen durchgeführt und erprobt werden. Die Ergebnisse sollen in die Erstellung der „best practice“-Sammlung einfließen.

Dossier: Zuschlagskriterien, Eignung, Checkliste — mit Konto

Mit einem Konto liest Zuschlagsreif die Vergabeunterlagen dieses Verfahrens und erstellt daraus ein Dossier: Zuschlagskriterien mit Gewichtung, Eignungsanforderungen, Zeitplan und eine Checkliste der einzureichenden Unterlagen.

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Angaben aus der Bekanntmachung

Ort
Bergisch Gladbach
Bundesland
Nordrhein-Westfalen
CPV
73000000 — Forschungs- und Entwicklungsdienste und zugehörige Beratung
Verfahrensart
Offenes Verfahren
Veröffentlicht
20.01.2025
Zuschlag am
04.12.2024
Kennung
104b34e0-3b25-4584-98a8-e4d86b0c0fa3
Quelle
TED (EU-Amtsblatt)

Lose

Zuschlag

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Verbindlich sind allein die Angaben auf dem Vergabeportal. Stand dieser Seite: 12.09.2026, 21:50.